Die Welt der Habanos



Eine Habano ist so vielschichtig wie Kuba selbst. Seit über 500 Jahren dient ausschließlich Tabaco Negro Cubano als bestes Rohmaterial für kubanische Zigarren. Das über die Generationen verfeinerte Wissen der Pflanzer hat auch das Endprodukt immer weiter verbessert, das in Hunderten von präzisen Handgriffen entsteht.

HECHO EN CUBA totalmente a mano ist in schnelllebigen Zeiten zum Inbegriff für höchsten Anspruch an Qualität geworden. Wer heute eine echte Habano genießt, der erfreut sich des Nonplusultra aus der Welt der Zigarren. Klicken Sie sich in Ruhe durch die Kapitel, um viel Wissenswertes über Habanos zu erfahren!

Zusammenstellen der Mischung

Das Zusammenstellen der Mischung (ligada)

Die Aufgabe, die Mischungen für jede einzelne Habanos-Marke entsprechend ihrer spezifischen Rezeptur zusammen zu stellen, beginnt schon lange, bevor die Sackleinenballen in der Fabrik ankommen. Die Mischung jedes Formats innerhalb jeder Marke ist spezifisch und wird vom Tabakforschungsinstitut, in Zusammenarbeit mit Habanos s.a. als Teil des Regulierungsbeirates, überwacht, um die Qualität und den geschmacklichen Charakter jeder Zigarresicherzustellen. Die Aufgabe des ligador – des Mischungsmeisters – besteht darin, in jeder Fabrik dafür zu sorgen, dass die festgelegten Kritierien eingehalten werden. Sobald den Mitarbeitern der Produktionsplanung in der Fabrik die zu produzierenden Habanos-Marken und Formate bekannt sind, erstellt der Mischungsmeister (ligador) eine Liste aller Tabakblätter, die er für ihre Herstellung benötigt.

Im Zentrallager wird dann aus der großen Anzahl von Sackleinenballen die entsprechende Auswahl getroffen. Die Ballen enthalten alle Arten von Blättern– sortiert nach ihrem tiempo (medio tiempo, ligero, seco, volado und Umblatt), ihrer Größe und Alter. Das wichtigste Kriterium dabei ist jedoch ihre jeweilige Herkunft.

Jede Zigarrenfabrik hat ihre festen Zulieferbetriebe, die sie mit den für die Herstellung einer spezifischen Habanos-Marke benötigten Blättern aus der jeweiligen Region beliefern. Dennoch entnimmt der ligador täglich Stichproben der verwendeten Blätter. Er kennt die Rezeptur für jedes Format einer Marke und ist für ihre Einhaltung verantwortlich. Der ligador legt in Übereinstimmung mit dem Tabakforschungsinstitut für jede zu produzierende Zigarre fest, in welchem Verhältnis die verschiedenen Blattsorten dafür zusammenzustellen sind. Die Abteilung für die Mischungen (ligadas) wird la barajita (Mischen von Spielkarten) genannt, da das Zusammenstellen der Blätter für die Einlage einer Zigarre dem Kartenmischen ähnelt. Sie stellt Partien in genau festgelegtem Verhältnis her, die sie täglich den Zigarrenrollern (torcedores) übergibt, damit diese ihre Arbeit verrichten können.

Jetzt endlich, mehr als drei Jahre, nachdem das erste Blatt geerntet wurde, ist der Moment gekommen, wo es zum Bestandteil einer Habano wird.

... weiter zu Die Kunst des Torcedor