Die Welt der Habanos



Eine Habano ist so vielschichtig wie Kuba selbst. Seit über 500 Jahren dient ausschließlich Tabaco Negro Cubano als bestes Rohmaterial für kubanische Zigarren. Das über die Generationen verfeinerte Wissen der Pflanzer hat auch das Endprodukt immer weiter verbessert, das in Hunderten von präzisen Handgriffen entsteht.

HECHO EN CUBA totalmente a mano ist in schnelllebigen Zeiten zum Inbegriff für höchsten Anspruch an Qualität geworden. Wer heute eine echte Habano genießt, der erfreut sich des Nonplusultra aus der Welt der Zigarren. Klicken Sie sich in Ruhe durch die Kapitel, um viel Wissenswertes über Habanos zu erfahren!

Von Hand gefertigte Longfiller

Nachdem die Zeit ihr Werk vollbracht und jedes Blatt seine volle Reife erreicht hat, wird es Zeit, mit der eigentlichen Fertigung einer Habano zu beginnen. Die folgenden Seiten beschreiben eine außergewöhnliche handwerkliche Kunst, die sich seit ihrer Entstehung vor über 200 Jahren fast unverändert erhalten hat.

Totalmente a mano tripa larga - vollständig von Hand gefertigte Longfiller​

Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Habanos vollständig von Hand aus ganzen Tabakblättern, als sogenannte Longfiller, gefertigt. Entsprechend der vom Regulierungsbeirat für die geschützte Herkunftsbezeichnung (D.O.P.) Habanos festgelegten Grundsätze sind diese Zigarren ausschließlich von Hand gefertigte Longfiller, mit Einlage- und Umblättern, die Blatt für Blatt von Hand geerntet wurden, gewachsen ausschließlich auf den Vegas de Primera in der Vuelta Abajo.

Vorbereitung der Deckblätter

Die Deckblätter haben inzwischen ihre Reifelagerung durchlaufen und sind nun bereit für die letzte Auslese und die endgültige Einsortierung; jetzt werden auch ihre Mittelrippen entfernt. Die Befeuchtung (moja) verleiht ihnen optimale Voraussetzungen für das Entrippen und die Auslese; so können sie ihrer Bestimmung, eine Zigarre passend und ansehnlich zu umhüllen, gerecht werden. Die gavillas, Bündel von jeweils 40 bis 50 Blättern (je nach ihrer Einsortierung), werden behutsam mit klarem Wasser besprüht. Die überschüssigen Wassertropfen werden abgeschüttelt, um jede Art von Flecken auf der empfindlichen Blattoberfläche zu vermeiden. Die Blätter hängt man dann in spezielle Vorrichtungen, damit die Feuchtigkeit gleichmäßig aufgenommen wird. Elektronisch gesteuerte Befeuchtungskabinen wurden in einigen großen Fabriken installiert, um diesen Vorgang auszuführen.

Anschließend nehmen die kundigen Hände hochqualifizierter Männer und Frauen das Entrippen (despalillo) und das endgültige Einsortieren der Deckblätter (rezagado) vor. Mit einer einzigen, sicheren Handbewegung wird die zentrale Ader jedes Blattes vollständig entfernt; in zwei Hälften geteilt, werden diese dann durch das rezagado in ungefähr 20 Größenklassen und nach genau festgelegten Farbabstufungen sortiert. In der Vergangenheit wurde diese Tätigkeit ausschließlich von Frauen ausgeführt. Während der Arbeit liegen Stapel von Tabakblättern auf ihren Oberschenkeln, was wohl zu dem Mythos geführt haben könnte, dass Habanos auf den Schenkeln kubanischer Jungfrauen gerollt werden.

Vorbereitung der Einlage- und Umblätter

Die Blätter, die für Einlage und Umblätter bestimmt sind, werden nun ebenfalls vorsichtig aus den Sackleinenballen herausgenommen, um nochmals überprüft zu werden. Falls notwendig, werden die Blätter auf Gestellen ausgebreitet, um die nötige Feuchtigkeit aufzunehmen, oder sie werden in den Trockenraum gebracht, um überschüssige Feuchtigkeit abzugeben. Danach lagern die Blätter zwischen einem und drei Tagen in Behältern aus Holz, bis sie bereit sind für ihre Verwendung.

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